In meiner Videoperformance „Verklebt“ enthülle ich meine seelische Innenwelt. Ich ziehe eine hautähnliche Substanz von meinen Händen ab – eine Metapher für meinen Wunsch, die Last der Vergangenheit, des sexuellen Missbrauchs als 13-jähriges Mädchen, abzulegen und mich von emotionalen Fesseln zu befreien, die mein Leben beeinträchtigen. Während dieses langsamen Prozesses werden die Zuschauenden Zeug*innen meines intensiven Kampfes, den emotionalen Schmerz loszulassen. Dieser rohe, verletzliche Akt wird durch gesprochene Worte verstärkt, die Einblick in die zugrundeliegenden Emotionen und Gedanken gewähren.
Diese Arbeit wurde noch nie veröffentlicht, da sie bisher als eine persönliche Aufarbeitung diente. Im Zuge der Bewegung „Die Scham muss die Seite wechseln“ habe ich mich entschlossen, diese Arbeit preiszugeben.
Der gesprochene Text beginnt ab Minute 2:10